Wertekodex für Mitarbeiter

Persönlicher Bereich

Um das übergeordnete Ziel zu erreichen, handelt der Nachwuchsleiter, die sportlichen Leiter und die Trainer des FNZ Weiz gemäß bestimmten Leitlinien. Diese Handlungsgrundsätze helfen dem Nachwuchsleiter, den sportlichen Leitern und den Trainern, ihrer eminent wichtigen Rolle gerecht zu werden und die Spieler bestmöglich auszubilden.

Darüber hinaus sorgen die Leitlinien für ein angemessenes Auftreten und Handeln des Nachwuchsleiters, der sportlichen Leiter und der Trainer in der Öffentlichkeit, so dass dieser das FNZ Weiz passend repräsentiert. Sie stecken darüber hinaus Grenzen ab, die nicht überschritten werden dürfen.

Handlungsgrundsätze außerhalb von Training und Wettkampf

Angemessenes äußeres Erscheinungsbild

Der Nachwuchsleiter, die sportlichen Leiter und die Trainer treten stets professionell auf. Zu offiziellen Tätigkeiten für das FNZ Weiz tragen sie die vorgegebene Kleidung. Diese Kleidung sollte sich in gutem Zustand befinden. Ist dies nicht der Fall, organisiert der Nachwuchsleiter, die sportlichen Leiter oder Trainer gemeinsam mit dem FNZ Weiz entsprechenden Ersatz.

Persönliche Verfassung

Der Nachwuchsleiter, die sportlichen Leiter und die Trainer sollten zu Training und Wettkampf in guter persönlicher Verfassung erscheinen. Diese sollte so sein, dass sie die verantwortungsvolle Aufgabe der Betreuung von Kindern und Jugendlichen bewältigen können, inkl. aller damit verbunden Aufgaben (z.B. Fahren eines Transporters). Dazu gehört der unbedingte Verzicht auf Alkohol und Zigaretten im Rahmen von Training und Wettkampf, sowie in der Kleidung des FNZ Weiz.

Öffentliche Äußerungen

Im Bewusstsein, dass seine Äußerungen von Eltern, Spielern und allen externen Personen als „FNZ Weiz Aussagen“ betrachtet werden, wählt der Nachwuchsleiter, die sportlichen Leiter und die Trainer seine/ihre Äußerungen mit Bedacht. Er ist sich der Bedeutung seiner Worte und Äußerungen bewusst. Dazu gehören insbesondere Äußerungen in den sozialen Medien, die zweifelsfrei dem Nachwuchsleiter, dem sportlichen Leiter und dem Trainer zuzuordnen sind. Dies bedeutet keinesfalls, dass Kritik nicht erwünscht ist. Diese ist jedoch intern zu äußern. Nach außen wahrt der Nachwuchsleiter, der sportliche Leiter und der Trainer absolute Loyalität.

Kollegiales Verhalten

Ein kollegiales Verhalten des Nachwuchsleiters, der sportlichen Leiter und der Trainer untereinander geht zwingend einher. Kollegiales Verhalten bedeutet: Unabhängig von persönlicher Sympathie erfolgt ein professionelles Zusammenarbeiten, orientiert am Ziel der Ausbildung unserer Fußballer. Dazu gehört ein loyaler Auftritt gegenüber Dritten (Eltern, Spielern,…). Im Gespräch mit Dritten ist keinesfalls Kritik am Nachwuchsleiter, den sportlichen Leitern und einem Trainerkollegen zu äußern. Diese ist intern anzubringen. Wer gegen diesen Grundsatz verstößt, tritt die Werte des FNZ Weiz mit Füßen und gehört nicht mehr zum FNZ Weiz.

Auch der FNZ Koordinator, die Beiräte aus den Stammvereinen, der Kassier und dessen Stellvertreter, der Schriftführer und dessen Stellvertreter und alle anderen ehrenamtlichen Helfer sind Kollegen. Dass diese gegrüßt und mit dem gebotenen Respekt behandelt werden, ist selbstverständlich.

Verhalten gegenüber den Spielern

Jedes Kind und jeder Jugendliche ist zuallererst immer Mensch und auch so zu behandeln. Die Würde eines Menschen ist unantastbar. Diese jungen Menschen wollen einen Sport ausüben, den wir alle lieben. Natürlich gehört es zu den Aufgaben des Nachwuchsleiters, der sportlichen Leiter und der Trainer, zu kritisieren. Dies sollte jedoch stets sachlich geschehen. Jeder Spieler wird respektiert, Beleidigungen und Diffamierungen stellen einen schwerwiegenden Verstoß dar.

Darüber hinaus sind die Spieler dazu anzuhalten, ebenfalls mit dem Nachwuchsleiter, den sportlichen Leitern und den Trainern sowie allen Funktionären und ehrenamtlichen Helfern einen respektvollen Umgang zu pflegen. Nach Spielschluss verabschiedet man sich respektvoll von Gegner und Schiedsrichter. Der FNZ Weiz Nachwuchsleiter, die sportlichen Leiter und die Trainer achten auf die Einhaltung dieser Regeln.

Verhalten gegenüber Eltern und Fans

Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen der Kinder. Wir freuen uns, dass die Eltern ihre Kinder unterstützen, ihnen Orientierung geben und uns bei der Organisation (z.B.  Fahren der Kinder) helfen. Dennoch ist zu ihnen stets professionelle Distanz zu wahren. Kommuniziert wird vorwiegend im direkten Austausch bzw. per Telefonat. Sportliche Entscheidungen müssen keinesfalls gegenüber den Eltern begründet oder erklärt werden. Gegenüber den Spielern ja – gegenüber den Eltern nicht. Konflikte mit Eltern sind stets professionell, ohne Emotion und im direkten Gespräch zu klären. Sollte dies nicht gelingen, wird der sportliche Leiter des Bereichs oder der Nachwuchsleiter hinzugezogen. Freundschaften zu Elternteilen dürfen beim Handeln als Trainer keine Rolle spielen. Es wird immer Überschneidungen diesbezüglich geben, dass beispielsweise ein Trainer mit einem Vater schon länger befreundet ist und der Sohn nun in der Mannschaft des Trainers spielt.

In diesem Fall muss der Nachwuchsleiter, die sportlichen Leiter und die Trainer strikt auf professionellen Umgang in Bezug auf Spieler und Elternteil achten.

Es darf keinesfalls so sein bzw. der Eindruck entstehen, dass dem Spieler oder Elternteil Vorteile aus dem freundschaftlichen Kontakt entstehen. Beziehungen, welche über den freundschaftlichen Kontakt hinausgehen, beeinflussen die Arbeit als Nachwuchsleiter, sportlicher Leiter und Trainer und sind absolut zu vermeiden. Sollte dem Nachwuchsleiter, dem sportlichen Leiter oder einem Trainer dies nicht gelingen, so hat er dies unverzüglich von selbst beim FNZ Koordinator anzuzeigen. Über die weitere Vorgehensweise wird dann entsprechend beraten.

Definition von Erfolg

Der FNZ Weiz Nachwuchsleiter, der sportliche Leiter und der Trainer definiert seinen Erfolg zum größten Teil über die erreichten Ausbildungsziele mit der Mannschaft. Daraus ergibt sich, dass die Tabelle, insbesondere im Kleinfeldbereich eine untergeordnete Rolle spielt. Natürlich will man jedes Spiel gewinnen, doch niemals zulasten der Ausbildungsziele. Daraus folgt ebenfalls, dass eine Abberufung eines eigenen Spielers in die nächst höhere Mannschaft einen enormen Erfolg darstellt. Denn dies bedeutet, dass der bisherige Trainer mit dem Spieler die Ausbildungsziele überdurchschnittlich schnell erreicht hat.

Umgang mit Material des FNZ Weiz

Trainingsmaterial und Ausrüstung sind Eigentum des FNZ Weiz. Auf deren sachgemäße Nutzung und Ordnung (insb. Materialschränke und Räume) ist zu achten. Sollte sich ein Trainer einmal Material von anderen Mannschaften borgen, so sind diese vorher zu fragen.

Handlungsgrundsatze im Training und Wettkampf

Professionelle Vor- und Nachbereitung

Der Trainer bereitet sein Training und Spiel professionell vor. Sollten externe Faktoren (Platzkapazitäten, Material, Witterung,…) die Vorbereitung massiv beeinflussen bzw. im Nachhinein als nicht passend darstellen, so ist der Trainer in der Lage, die Vorbereitung anzupassen. Dabei ist Professionalität und Zielorientierung zu wahren – es geht um optimales Training und optimalen Wettkampf, persönliche Frustration würde dies behindern. Nach Training und Wettkampf bereitet der Trainer die Einheiten nach. Zur Vor- und Nachbereitung nutzt der Trainer die vom FNZ Weiz genutzte Datenbank.

Trainer statt Übungsleiter

FNZ Weiz-Trainer sind Trainer und keine Übungsleiter. Der absolute Schwerpunkt in Training und Wettkampf ist das Fußballspiel der eigenen Mannschaft. Dieses gilt es durchzuführen, zu coachen, zu kritisieren und zu loben. Nach einem fachgerechten Aufbau beginnt die eigentliche Arbeit dann in der Übung. Dabei ist auf korrekte Ausübung zu achten, Hinweise sind zu geben, Übungen müssen korrekt vorgemacht werden. Eine Übung wird trainiert und nicht nur geleitet! Die Geschehnisse rund um den Platz (Eltern, Fans, Schiedsrichter, Gegner) sind vordergründig uninteressant. Die eigenen Spieler, das eigene Training und das eigene Spiel sind das Allerwichtigste.

Verhalten gegenüber dem Gegner, dessen Eltern und Fans im Training und im Wettkampf

Sollten der Gegner, Eltern und Fans einmal die eigene Tätigkeit massiv einschränken, so gilt es, höflich aber bestimmt darauf hinzuweisen. Bei Wiederholung ist der Schiedsrichter zu informieren. Sollte dies im ersten Anlauf nicht helfen, so ist der Schiedsrichter erneut mit der Androhung auf Abbruch des Spiels anzusprechen. In letzter Konsequenz ist das Spiel abzubrechen. Die Konsequenzen des Spielabbruchs trägt dann  das FNZ Weiz. Der Trainer wird dabei vom Verein geschützt und hat keine Konsequenzen zu befürchten. Niemals darf der Trainer in solch einer Situation beleidigend oder gar handgreiflich werden. Solch ein Handeln hätte schwerwiegende Folgen für das FNZ Weiz. Vor und nach dem Spiel ist der gegnerische Trainer mit Handschlag zu begrüßen bzw. zu verabschieden. Dabei ist Augenkontakt zu wahren.

Verhalten gegenüber den eigenen Eltern und Fans im Training und im Wettkampf

Die Eltern dürfen selbstverständlich unter Beachtung der Gegebenheiten beim Training und Spiel zuschauen. Die Anwesenheit der Eltern in der Kabine ist jedoch ab der U9 tabu. Sollten die eigenen Eltern und Fans des FNZ Weiz unwürdig bei einem Training oder Spiel auftreten, so ist dies vom Trainer unter Rücksichtnahme auf das eigene Training und den eigenen Wettkampf höflich und konsequent anzusprechen.  

Sollte dies im ersten Anlauf nicht helfen, so sind die Eltern erneut mit der Androhung auf Abbruch des Trainings oder Spiels anzusprechen. In letzter Konsequenz ist das Training oder Spiel abzubrechen. Niemals darf der Trainer in solch einer Situation beleidigend oder gar handgreiflich werden. Solch ein Handeln hätte schwerwiegende Folgen für das FNZ Weiz. Die Konsequenzen des Spielabbruchs trägt dann  das FNZ Weiz. Der Trainer wird dabei vom FNZ Weiz geschützt und hat keine Konsequenzen zu befürchten.

Verhalten gegenüber dem Schiedsrichter

Ohne Schiedsrichter ist kein Spiel möglich. Auch vermeintliche Fehlentscheidungen müssen akzeptiert und sollen nicht lautstark kommentiert werden. Vor und nach dem Spiel ist der Schiedsrichter mit Handschlag zu begrüßen bzw. zu verabschieden. Dabei ist Augenkontakt zu wahren.

Zeitplanung

Der Trainer ist bei Training und Wettkampf stets der Erste und der Letzte. Er ist zeitig genug vor Training und Wettkampfstart vor Ort, um alles vorzubereiten. Nach dem Training und Wettkampf bleibt er, bis sich alle Spieler bei ihm verabschiedet haben. Sollte ein Trainer die zeitliche Anwesenheit nicht gewährleisten können, verstößt er gegen seine Aufsichtspflicht. Selbstverständlich genügt es, wenn nur ein Trainer vor und nach der Einheit vor Ort ist. Die Trainer sprechen sich dabei selbst ab. Pünktlichkeit ist hierbei eine Selbstverständlichkeit.